ESSENTIA – Meine Gedankenwelt
Ein Raum für deine Gedanken. Deine Fragen. Deine Geschichte.
Viele Rollen. Ein ICH.

Ein Buch. Deine Gedanken. Deine Geschichte.

Mit dem ersten ESSENTIA-Blog beginnt nicht nur eine neue Gedankenreise.

Vielleicht beginnt damit auch etwas, das du schon lange nicht mehr getan hast:                                                                       Dir selbst wirklich zuzuhören.

Ich möchte mit ESSENTIA – Meine Gedankenwelt einen Raum schaffen, in dem du dich mit deinen eigenen Gedanken, Gefühlen, Fragen und Erfahrungen beschäftigen darfst.

Einen Raum, in dem es nicht darum geht, alles richtig zu machen. In dem du keine Erwartungen erfüllen musst. Und in dem du niemandem etwas beweisen musst.

Hier geht es um dich. Um deine Geschichte. Um dein ICH.

Denn ich glaube, dass wir uns im Alltag viel zu selten die Zeit nehmen, uns selbst wirklich zuzuhören. Wir denken so viel. Wir fühlen so viel. Wir erleben so viel.

Aber wie oft halten wir tatsächlich inne und fragen uns, was all das mit uns macht?

Genau deshalb möchte ich dich einladen, diese Gedankenwelt nicht nur zu lesen. Ich möchte dich einladen, sie mitzuschreiben.

Dein persönliches ICH-Buch...
Mit dem ersten ESSENTIA-Blog beginnt nicht nur eine neue Gedankenreise. Es entsteht auch ein ganz persönlicher Raum. Ein Raum nur für DICH.

Jeden Montag öffnet sich ein neues Kapitel. Mit Gedanken, Geschichten, psychologischem Wissen und Fragen, die dich einladen, innezuhalten, hinzuspüren und deine eigenen Antworten zu finden.

Nimm dir dafür ein leeres Buch. Dein ganz persönliches ICH-Buch...

Ein Buch, in dem du nichts leisten, niemandem gefallen und keine Erwartungen erfüllen musst. Hier darfst du ehrlich sein. Mit deinen Wünschen, deinen Träumen, deinen Antworten, deinen Zweifeln und all den Seiten, die zu dir gehören.

Und jede Woche kommt ein neues Kapitel hinzu.

Nicht nur durch meine Worte, sondern vor allem durch deine eigenen.

Nach einigen Monaten hältst du vielleicht kein gewöhnliches Notizbuch mehr in deinen Händen, sondern eine Sammlung deiner Gedanken, Erkenntnisse, Wünsche und Veränderungen.

Vielleicht entdeckst du Seiten an dir, die du längst vergessen hast. Vielleicht erkennst du, welche deiner Rollen du liebst, welche du verändern möchtest und welchen du endlich mehr Raum schenken willst.

Ich schreibe den Blog. Aber DU schreibst darin deine eigene Geschichte.

Und genau das ist mein Herzenswunsch mit ESSENTIA.

Denn:

„Ich gebe dir nicht die Antworten auf dein Leben. Ich gebe dir Werkzeuge, mit denen du deine eigenen Antworten entdecken kannst.“

Deine erste Buchseite kannst du dir ausdrucken und damit deine ganz persönliche Reise beginnen. Dieses Deckblatt habe ich für dich gestaltet und kannst du dir auf meiner Instagram Seite kostenlos ausdrucken wen du magst. 

Jeden Montag. Ein neues Kapitel. Ein Stück näher zu dir.

ESSENTIA – Meine Gedankenwelt, Von innen nach außen. Weil Du wichtig bist. 🤍

Vielleicht hast du dir bereits das ESSENTIA-Deckblatt ausgedruckt. Vielleicht liegt vor dir ein schönes Notizbuch. Oder vielleicht nimmst du einfach ein paar Blätter Papier zur Hand.

Es spielt keine Rolle, wie dein Buch aussieht. Denn das Wertvollste daran wird nicht der Einband sein.

Das Wertvollste daran wirst DU sein.

Deine Gedanken. Deine Fragen. Deine Träume. Deine Zweifel. Deine Antworten.

Mit jedem Blog möchte ich dir Fragen mitgeben, die dich einladen, über dich selbst nachzudenken. Nicht, weil ich die Antworten auf dein Leben kenne. Sondern weil ich glaube, dass du vieles davon bereits in dir trägst.

Manchmal braucht es nur eine Frage, die wir uns bisher noch nie gestellt haben. Manchmal einen Gedanken, den wir zum ersten Mal zu Ende denken. Und manchmal den Mut, ehrlich aufzuschreiben, was wir wirklich fühlen. Denn Gedanken können kommen und gehen. Aber wenn wir sie aufschreiben, geben wir ihnen Raum.

Wir können sie noch einmal lesen. Hinterfragen. Ergänzen.

Vielleicht erkennen wir Zusammenhänge, die uns vorher gar nicht bewusst waren. Vielleicht entdecken wir Wünsche, die wir lange zurückgestellt haben. Und vielleicht erkennen wir eines Tages beim Zurückblättern, wie viel sich in uns verändert hat.

Dieses Buch gehört nur dir.

Du musst niemandem zeigen, was du hineinschreibst. Du darfst ehrlich sein. Du darfst zweifeln. Du darfst deine Meinung verändern. Du darfst Antworten finden und später neue Fragen stellen.

Ich schreibe den Blog. Aber DU schreibst darin deine eigene Geschichte.

Und vielleicht hältst du irgendwann ein Buch in deinen Händen, das dir zeigt, wie du dich selbst ein Stück besser kennengelernt hast.

Denn genau darum geht es mir bei ESSENTIA:

„Ich gebe dir nicht die Antworten auf dein Leben. Ich gebe dir Werkzeuge, mit denen du deine eigenen Antworten entdecken kannst.“

 
ICH.
Viele Rollen. Ein ICH.
Und irgendwo dazwischen bist DU.

Es ist früh am Morgen. Der Wecker klingelt. Noch bevor du richtig wach bist, beginnt dein Kopf zu arbeiten. Was steht heute an? Was muss erledigt werden? Wer braucht dich? Was darfst du auf keinen Fall vergessen? Vielleicht bist du Mama und kümmerst dich um deine Kinder. Vielleicht bist du Partnerin, Ehefrau, Freundin, Tochter, Kollegin, Berufstätige oder Unternehmerin. Oder vielleicht auch alles zugleich ;) 

Du organisierst, entscheidest, tröstest, funktionierst, hörst zu, bist stark, liebevoll, verständnisvoll und manchmal einfach nur müde. Und während du versuchst, all diesen Aufgaben und Menschen gerecht zu werden, passiert etwas, das du möglicherweise lange gar nicht bemerkst: Du bist so sehr damit beschäftigt, jemand für andere zu sein, dass du immer seltener innehältst und dich fragst, wer du eigentlich für dich selbst bist...

Kennst du das?

Dann möchte ich dich heute auf eine kleine Reise mitnehmen.

Nicht zu jemand anderem. Sondern zu dir.

Wenn ich heute über unsere vielen Rollen nachdenke, dann denke ich nicht zuerst an Belastung. Ich denke daran, wie unglaublich viele Seiten in einer einzigen Frau stecken können.

Wir sind Mama,, Berufstätige, Unternehmerin, Partnerin, Freundin, Tochter, Schwester, Tante, Kollegin, "Bonus"-Mama und so vieles mehr.

Manche dieser Rollen haben wir uns bewusst ausgesucht. In andere sind wir hineingewachsen. Manche lieben wir von ganzem Herzen. Und manche tragen wir vielleicht schon so lange, dass wir gar nicht mehr darüber nachdenken, warum sie eigentlich zu unserem Leben gehören.

Aber wie oft nehmen wir uns wirklich die Zeit, all diese Rollen einmal bewusst anzusehen?

Nicht, um sie zu bewerten. Nicht, um sofort etwas zu verändern. Sondern einfach, um sie überhaupt einmal zu erkennen.

Denn manchmal sind wir so sehr damit beschäftigt, unsere Rollen zu leben, dass wir gar nicht mehr wahrnehmen, wie viele es eigentlich sind. Und manchmal verlieren wir irgendwo dazwischen den Blick auf uns selbst.

Wir alle spielen Rollen. Jeden Tag. Eine Rolle ist nicht automatisch etwas, das wir vorspielen.

In der Psychologie und Soziologie beschreibt eine soziale Rolle die Verhaltensweisen und Erwartungen, die mit einer bestimmten Position in unserem Leben verbunden sind.

Als Mutter begegnen uns andere Erwartungen als im Beruf. Als Freundin zeigen wir möglicherweise andere Seiten von uns als in einer Partnerschaft.

Manchmal wählen wir diese Rollen bewusst. Manchmal wachsen wir ganz selbstverständlich in sie hinein. Und manche übernehmen wir, ohne jemals wirklich darüber nachgedacht zu haben.

Vielleicht hast du schon früh gelernt, die Vernünftige zu sein. Diejenige, die alles im Griff hat. Die Starke, die nicht weint. Die Liebe, die niemanden enttäuschen möchte. Oder die Unabhängige, die niemanden braucht.

Doch irgendwann stellt sich eine entscheidende Frage:

Bin ich wirklich so – oder habe ich gelernt, so sein zu müssen?

Wenn aus einer Rolle eine Erwartung wird... 

Stell dir vor, du bist in deinem Beruf eine selbstbewusste Frau. Du triffst Entscheidungen, setzt Grenzen und weißt, was du möchtest. Doch sobald du deiner Familie begegnest, fällt es dir plötzlich schwer, Nein zu sagen. Du fühlst dich verantwortlich. Möchtest niemanden enttäuschen. Stellst deine Bedürfnisse zurück. Wie kann es sein, dass ein und dieselbe Frau in zwei Situationen so unterschiedlich handelt? (und das ist nur ein Beispiel von so vielen...)

Weil unser Verhalten nicht nur von unserer abhängt, sondern auch davon, welche Rolle wir gerade einnehmen, welche Erwartungen wir wahrnehmen und welche Erfahrungen wir damit verbinden.

Wir passen uns an.

Und das ist zunächst etwas völlig Menschliches.

Schwierig wird es erst dann, wenn diese Anpassung so selbstverständlich wird, dass wir unsere eigenen Bedürfnisse kaum noch wahrnehmen.

Wenn aus einem „Ich möchte“ immer häufiger ein „Ich muss“ wird.

Wenn wir uns nur dann wertvoll fühlen, wenn wir gebraucht werden.

Oder wenn wir glauben, eine bestimmte Rolle niemals verlassen zu dürfen.

Rollenbewusstsein – der erste Schritt zurück zu dir...

Hier begegnen wir einem Begriff, der für mich eine ganz besondere Bedeutung hat:

Rollenbewusstsein...

Rollenbewusstsein bedeutet, wahrzunehmen, welche Rolle ich gerade einnehme, welche Erwartungen damit verbunden sind und wie ich mich darin verhalte. Es bedeutet, unterscheiden zu lernen zwischen dem, was eine Situation von mir verlangt, und dem, was ich selbst brauche.

Und vor allem bedeutet es, zu erkennen:

Ich habe viele Rollen. Aber keine einzelne Rolle beschreibt mich als ganzen Menschen. Ich kann eine liebevolle Mutter sein und trotzdem Zeit für mich brauchen. Ich kann eine verständnisvolle Partnerin sein und trotzdem anderer Meinung sein. Ich kann stark sein und mich trotzdem verletzlich fühlen. Ich kann Verantwortung übernehmen, ohne für alles verantwortlich zu sein.

Diese Eigenschaften schließen einander nicht aus. Sie dürfen nebeneinander existieren. Denn du bist nicht entweder stark oder schwach. Nicht entweder fürsorglich oder Selbstbestimmt. Du bist ein Mensch mit vielen unterschiedlichen Seiten.

Was passiert, wenn wir unsere Rollen mit unserem ICH verwechseln?

Vielleicht kennst du Frauen, die sich irgendwann fragen:

„Wer bin ich eigentlich noch, seit die Kinder da sind?“

„Was bleibt von mir, wenn meine Beziehung endet?“

„Wer bin ich, wenn ich nicht mehr arbeite?“

Solche Fragen können besonders dann auftauchen, wenn sich eine wichtige Lebensrolle verändert oder wegfällt. Denn Rollen geben unserem Leben nicht nur Struktur. Sie können uns auch Zugehörigkeit, Anerkennung und ein Gefühl von Bedeutung vermitteln. Wenn wir uns jedoch ausschließlich über eine Rolle definieren, kann eine Veränderung dieser Rolle unser Selbstbild erschüttern.

Plötzlich fehlt nicht nur eine Aufgabe. Es fühlt sich vielleicht so an, als würde ein Teil unserer Identität fehlen. Doch vielleicht liegt gerade darin auch eine Möglichkeit: Nicht dich völlig neu erfinden zu müssen. Sondern Seiten von dir wiederzuentdecken, die lange keinen Platz hatten.

Die spontane Frau. Die neugierige Frau. Die mutige Frau. Die verträumte Frau. Die Frau, die manchmal einfach nur sein möchte, ohne etwas leisten zu müssen.

Wann hast du ihr zuletzt zugehört?

Meine Geschichte...

Ich habe meine vielen Rollen eigentlich immer geliebt. Mama zu sein ist für mich eines der schönsten Dinge überhaupt. Meine Kinder sind ein unglaublich wertvoller Teil meines Lebens. Aber ich bin eben auch Unternehmerin. Eine Frau mit Visionen, Ideen und ganz viel Herzblut für das, was sie tut.

Ich bin Mama, Freundin, Tochter, Schwester, Tante, Unternehmerin und noch so vieles mehr...

Nur war mir das lange gar nicht so bewusst. Ich dachte, das ist eben das Leben. Das ist normal. So ist es halt, wenn man älter wird. Ich glaubte sogar lange, dass Mama sein und Unternehmerin sein eigentlich gar nicht richtig zusammenpassen. Wie sollte das auch funktionieren? Für meine Kinder da sein, ein Unternehmen aufbauen, Freundschaften pflegen, soziale Kontakte aufrechterhalten, Verantwortung übernehmen und dann auch noch Zeit für mich selbst finden?

Ich wusste schlichtweg nicht, wie das gehen sollte. Also versuchte ich, allem und jedem gerecht zu werden. Und irgendwo dazwischen blieb ich selbst immer wieder auf der Strecke. Ich verlor mich in meinen vielen Rollen. Ich wollte immer allen gerecht werden, bis ich eines Tages selbst nicht mehr konnte.

Ich erlitt einen schweren Burnout.

Es gab Tage, an denen ich kaum wusste, wie ich morgens aus dem Bett kommen sollte. Ich war reizüberflutet, hatte Schwindelattacken bis hin zu Panikattacken. Mir war nach dem Essen so schlecht, dass ich mich übergeben musste. Aß ich nichts, bekam ich so starke Kopfschmerzen, dass selbst Medikamente kaum mehr halfen. Meinen grausamen Gedanken nicht zu folgen war das schwerste...

Mein Körper schmerzte auf eine Weise, die ich kaum beschreiben konnte. Und wenn mich jemand fragte, wie es mir geht? Tja, dann antwortete ich trotzdem mit „gut“ und einen lächeln. Obwohl innerlich alles brannte. Ja, Manchmal erwische ich mich auch heute noch bei sowas - ABER es ist mir mittlerweile bewusst und revidiere mittlerweile ganz oft :) Dann sind die meisten immer ganz schockiert wen man einfach sagt Phhhuuuuuuu Beschissen gehts mir!!!! Ich kämpfe gerade mit mir selbst... Aber hey... wo steht geschrieben das ich immer mit "gut" antworten muss??? Wie oft entdeckst du dich dabei dich selbst zu belügen?

Aber weiter im Text...

Ich durfte zwar eine Pause von der Arbeit machen. Aber ich war immer noch Mama. Das schlechte Gewissen, selbst in dieser Rolle gerade nicht so sein zu können, wie ich es mir gewünscht hätte, war furchtbar. Nach sechs Monaten voller Arztbesuche und therapeutischer Begleitung begann ich, mich intensiver mit Persönlichkeitsentwicklung auseinanderzusetzen.Ich absolvierte meine Ausbildung im Neuromentaltraining und schloss diese mit einem Diplom und einer Vertiefung zu Burnout und Boreout ab.

Doch damit war meine Neugier erst richtig geweckt.

Ich wollte verstehen, was uns Menschen eigentlich ausmacht. Warum denken wir, wie wir denken? Warum reagieren wir in manchen Situationen so stark, obwohl wir es vielleicht gar nicht möchten? Was passiert in unserem Gehirn, wenn wir unter Stress stehen? Und warum fällt es uns manchmal so schwer, aus gewohnten Verhaltensmustern auszubrechen?

Ich begann, mich immer intensiver mit unserem Gehirn, unserem Nervensystem und den wissenschaftlichen Hintergründen unseres Erlebens zu beschäftigen.

Mit Stressreaktionen, dem Kampf-oder-Flucht-Modus, unseren Erinnerungen, unseren Emotionen und den vielen unbewussten Prozessen, die unser Verhalten mit beeinflussen.

Und je mehr ich lernte, desto mehr Fragen entstanden.

Vor allem aber begann ich, mich selbst und manche meiner Reaktionen aus einer anderen Perspektive zu betrachten.

Ich wollte nicht mehr nur funktionieren. Ich wollte verstehen.Mich selbst. Meine Gedanken. Meine Gefühle. Meine Grenzen. Und ich wollte lernen, meine vielen Rollen bewusst zu leben, ohne mich selbst dabei wieder aus den Augen zu verlieren.

Meine Kinder sind mein WARUM.

Und dann gab es diesen einen Moment, den ich bis heute nicht vergessen habe.

Ich spielte mit dem Gedanken, wieder in die Selbstständigkeit zu gehen. Meinen Traum zu verwirklichen. Meine Visionen nicht länger nur im Kopf zu tragen, sondern ihnen endlich Raum zu geben.

Und während ich darüber nachdachte, schaute ich eines Tages meine Kinder an. Plötzlich wurde mir etwas bewusst. Meine Kinder sind mein WARUM. Nicht der Grund, warum ich meine Träume aufgeben sollte. Sondern einer der wichtigsten Gründe, warum ich den Mut haben wollte, sie zu leben.

Ich möchte, dass meine Kinder etwas anderes lernen. Dass sie sehen, dass eine Frau Mama sein und gleichzeitig ihre eigenen Träume verwirklichen darf. Dass sie erfolgreich, glücklich und zufrieden sein darf. Dass sie ihre Kinder von ganzem Herzen lieben und trotzdem eigene Wünsche, Bedürfnisse und Visionen haben darf.

Ich möchte ihnen zeigen, wie schön es sein kann, unsere unterschiedlichen Rollen bewusst zu leben.

Wenn ich Mama bin, möchte ich Mama sein. Mit meiner Aufmerksamkeit, meiner Liebe und meiner ganzen Präsenz. Und wenn ich Unternehmerin bin, möchte ich auch dieser Rolle Raum geben. Mit meiner Leidenschaft, meiner Kreativität und der Energie, die in mir steckt. Und auch meine vielen anderen Rollen bewusst leben. Nicht, weil ich in jeder Rolle immer hundert Prozent leisten muss. Sondern weil ich lernen möchte, meine Aufmerksamkeit bewusst dorthin zu lenken, wo ich gerade sein möchte oder gebraucht werde.

Natürlich gelingt mir das nicht immer. Auch heute muss ich mich manchmal daran erinnern, innezuhalten und mich zu fragen:

In welcher Rolle bin ich gerade eigentlich? Und bin ich mit meinen Gedanken auch wirklich dort?

Aber an diesem Tag, als ich meine Kinder ansah, wurde mir noch etwas viel Wichtigeres bewusst.

Mein ICH darf bei all diesen Rollen nicht verloren gehen.

Denn wenn ich selbst nicht mehr weiß, wer ich bin, was ich brauche, was mich glücklich macht und wo meine Grenzen liegen – was lebe ich meinen Kindern dann eigentlich vor?

Ich möchte ihnen nicht nur beibringen, auf andere Rücksicht zu nehmen. Ich möchte ihnen auch zeigen, dass sie selbst wichtig sind. Dass ihre Gefühle zählen. Ihre Wünsche. Ihre Träume. Ihre Grenzen. Dass sie für andere da sein dürfen, ohne sich selbst dabei aufzugeben. Und dass sie eines Tages ihre eigenen Rollen finden und auf ihre ganz persönliche Weise leben dürfen. Vielleicht war das eine meiner wichtigsten Erkenntnisse:

Ich muss mein ICH nicht hinten anstellen, um eine gute Mama zu sein. Im Gegenteil. Indem ich lerne, mich selbst ernst zu nehmen, kann ich meinen Kindern vorleben, wie wichtig Selbstachtung ist. Meine Kinder sind mein WARUM. Aber mein ICH darf dabei nicht verloren gehen.

Jeder Mensch hat seine eigene Legende.
Irgendwann wurde mir bewusst, dass es bei all dem nicht nur um mich ging. Es ging auch darum, was ich meinen Kindern für ihren eigenen Lebensweg mitgeben möchte. Denn jeder Mensch hat seine eigene Geschichte. Seine eigene Reise. Seine eigene Legende. Wir alle begegnen auf unserem Weg unterschiedlichen Menschen. Wir übernehmen Rollen, tragen Verantwortung, sammeln Erfahrungen und entwickeln uns weiter. Und manchmal verlieren wir uns irgendwo dazwischen selbst.

Ich weiß heute, wie sich das anfühlen kann.

Aber ich weiß auch, dass es möglich ist, sich selbst wieder näherzukommen.

Ich möchte meinen Kindern vorleben, dass sie ihr eigenes ICH kennenlernen dürfen. Dass sie ihre Wünsche ernst nehmen, ihre Grenzen erkennen und ihre Träume verfolgen dürfen. Denn wie soll ein Mensch sein eigenes DU in einer Beziehung frei leben können, wenn er gar nicht weiß, wer er selbst ist?

Wie sollen wir einander wirklich begegnen, wenn wir uns selbst dabei immer wieder vergessen?

Für mich beginnt deshalb vieles beim ICH. Nicht aus Egoismus. Sondern aus Selbstachtung. Denn wenn ich weiß, wer ich bin, was mir wichtig ist und was ich brauche, kann ich auch anderen bewusster begegnen.

Ich darf ICH sein. Du darfst DU sein.

Vielleicht ist genau das eine der wertvollsten Erkenntnisse, die ich auf meiner eigenen Reise gewonnen habe: Es ist nie zu spät, das eigene ICH wiederzuentdecken und das Potenzial, das in uns steckt, zu entfalten.

Wir müssen nicht aufhören, Mama, Partnerin, Freundin, Tochter oder vieles mehr zu sein. Wir dürfen lernen, all diese Rollen bewusst zu leben. Und dabei immer wieder zu uns selbst zurückzufinden. Denn unsere Geschichte ist noch nicht zu Ende. Und wir dürfen mitgestalten, wie sie weitergeht.

Du darfst deine Rollen lieben, ohne dich darin zu verlieren
Mir ist eines besonders wichtig:

Es geht nicht darum, unsere Rollen abzulegen oder uns von den Menschen zu entfernen, die wir lieben. Es geht auch nicht darum, plötzlich nur noch an uns selbst zu denken. Unsere Rollen sind wertvolle Bestandteile unseres Lebens. Sie verbinden uns mit anderen Menschen und geben uns die Möglichkeit, unterschiedliche Seiten unserer Persönlichkeit zu leben. Aber sie sollten uns nicht vollständig bestimmen. Vielleicht bedeutet Selbstachtung manchmal, eine Erwartung zu hinterfragen.

Vielleicht bedeutet Liebe manchmal, eine Grenze zu setzen.

Und vielleicht bedeutet persönliche Entwicklung nicht, jemand anderes zu werden, sondern bewusster zu entscheiden, wie wir die Frau leben möchten, die wir bereits sind.

Und wer bin ICH, wenn all meine Rollen einmal Pause haben?
Bei all dem gibt es noch etwas, das mir unglaublich wichtig geworden ist. Eine Frage, die wir uns vielleicht viel zu selten stellen.

Wer bin ICH, wenn ich all meine Rollen ablege? Wenn ich für einen Moment nicht Mama sein muss, weil meine Kinder friedlich schlafen. Wenn ich gerade nicht Unternehmerin bin, weil die Arbeit für heute erledigt ist. Wenn niemand etwas von mir braucht... Wenn ich gerade nicht Freundin, Tochter, Schwester oder Tante bin.

Wenn ich einfach nur daliege. Ohne Aufgabe. Ohne Verantwortung, die in diesem Moment meine Aufmerksamkeit braucht. Ohne etwas leisten oder jemandem gerecht werden zu müssen. Wenn ich einfach nur da bin.

Wer bin ICH dann eigentlich?

Was bleibt von mir, wenn ich all diese Rollen für einen Moment beiseitelege? Was macht mich aus? Was liebe ich? Worüber kann ich aus tiefstem Herzen lachen? Was bringt meine Augen zum Leuchten? Wovon träume ich? Was berührt mich? Was brauche ich, um mich lebendig zu fühlen? Was macht mich zu der Frau, die ich bin?

Nicht zu der Mama, die ich bin. Nicht zu der Unternehmerin, die ich bin, nicht zur Tochter die ich bin, nicht zu ..... die ich bin.

Sondern zu MIR.

Denn genau dort begegnen wir unserem ICH. Dem Menschen hinter all unseren Rollen. Und vielleicht ist das für manche von uns gar keine so einfache Frage.

Vielleicht haben wir uns so lange über unsere Aufgaben, unsere Verantwortung und unsere Rollen definiert, dass wir erst einmal nachdenken müssen. Vielleicht wissen wir gar nicht mehr, was uns selbst Freude macht, wenn gerade niemand anderes im Mittelpunkt steht. Und vielleicht entdecken wir dabei Seiten an uns, die wir schon lange nicht mehr bewusst wahrgenommen haben. Ich glaube, dass unsere Rollen wundervolle Teile unseres Lebens sein können. Aber sie sind nicht alles, was uns ausmacht.

Ich bin Mama. Aber ich bin nicht nur Mama.

Ich bin ........ Aber ich bin nicht nur ......

Ich bin all das. Und gleichzeitig bin ich noch so viel mehr. Ich bin ICH.

Mit meinen Gedanken, meinen Gefühlen, meinen Werten, meinen Träumen, meinen Stärken, meinen Schwächen und meiner ganz persönlichen Geschichte.

Und dieses ICH möchte ich nicht erst wiederfinden müssen, wenn ich mich irgendwann erneut verloren habe. Ich möchte lernen, es auch mitten in meinem Leben wahrzunehmen. Denn ich muss meine Rollen nicht aufgeben, um ICH zu sein. Aber ich darf mich immer wieder daran erinnern, dass ich auch ohne sie jemand bin.

Und vielleicht ist genau das die wichtigste Frage, die wir uns am Ende eines Tages stellen dürfen:

Wenn heute niemand mehr etwas von mir braucht, wenn alle Aufgaben erledigt sind und all meine Rollen für einen Moment Pause haben – wer bleibt dann noch?

ICH... Und genau dieses ICH verdient es, gesehen, kennengelernt und gelebt zu werden.

Und jetzt geht es um DICH.
Vielleicht hast du dich in manchen meiner Gedanken wiedererkannt. Vielleicht ist deine Geschichte aber auch eine ganz andere. Das ist vollkommen in Ordnung. Denn es geht nicht darum, dass wir alle dasselbe erleben. Es geht darum, dass wir beginnen, unsere eigene Geschichte bewusster wahrzunehmen.

Heute möchte ich dich deshalb zu etwas ganz Einfachem einladen. Schau dir deine Rollen einmal an. Noch ohne sie zu verändern. Ohne zu entscheiden, welche gut oder schlecht sind. Ohne dich dafür zu beurteilen, wie du sie bisher gelebt hast. Nimm sie einfach einmal wahr. Denn bevor wir bewusst zwischen unseren Rollen wechseln können, müssen wir sie zunächst einmal erkennen.

Deine erste ESSENTIA-Selbstreflexion
Nimm dir dein persönliches ICH-Buch und etwas Zeit nur für dich.

Schreibe deine Antworten auf. Nicht so, wie sie deiner Meinung nach sein sollten, sondern so, wie sie sich für dich heute anfühlen.

1. Wer bin ich alles? Welche Rollen gehören zu meinem Leben? Welche fallen mir sofort ein und welche habe ich vielleicht bisher noch gar nicht bewusst wahrgenommen?

2. Welche meiner Rollen liebe ich besonders? In welchen Rollen fühle ich mich lebendig, glücklich und ganz bei mir?

3. Welche Rollen habe ich übernommen, ohne jemals bewusst darüber nachzudenken? Welche gehören einfach schon so lange zu meinem Alltag, dass ich sie bisher als selbstverständlich angesehen habe?

4. Welche Rolle möchte ich in meinem Leben gerne öfter einnehmen? Welcher Seite von mir würde ich gerne mehr Raum schenken?

5. Welche deiner Rollen liebst du von ganzem Herzen, aber erlaubst dir vielleicht gar nicht, sie wirklich in vollen Zügen zu leben?

6. Wer bin ICH, wenn ich all meine Rollen für einen Moment ablege?

Stell dir vor, du musst gerade für niemanden etwas sein. Niemand erwartet etwas von dir. Du darfst einfach nur du selbst sein. Wer bist du dann?

Was macht dich als Mensch aus – unabhängig davon, welche Aufgaben du erfüllst und welche Verantwortung du trägst?

Was liebst du? Was berührt dich? Was lässt dich lebendig fühlen?

Und welche Seiten deines ICH möchtest du vielleicht wieder ein Stück mehr kennenlernen?

Lass dir Zeit mit deinen Antworten. Vielleicht fallen dir heute nur zwei oder drei Rollen ein. Vielleicht schreibst du eine ganze Seite voll. Vielleicht entdeckst du beim Schreiben etwas, worüber du noch nie nachgedacht hast. Du musst heute nichts lösen. Du musst keine Entscheidung treffen. Und du musst auch nicht sofort etwas verändern. Heute darfst du dich einfach einmal selbst sehen.

Dein erster ESSENTIA-Impuls: Wer bin ICH in meinen Rollen?
Ich möchte dir heute ein kleines Werkzeug mitgeben.

Nimm dir einen ruhigen Moment, ein Blatt Papier und einen Stift.

Schreibe in die Mitte:

ICH

Rundherum notierst du deine verschiedenen Rollen.

Mama. Partnerin. Freundin. Tochter. Berufstätige. Schwester. Organisatorin. Die Starke. Die Fürsorgliche.

Alles, was dir einfällt.

Betrachte anschließend jede einzelne Rolle und frage dich:

Welche Erwartungen verbinde ich mit dieser Rolle?
Welche davon möchte ich wirklich erfüllen?
Welche Rolle schenkt mir Kraft und welche kostet mich besonders viel Energie?
Wo zeige ich mich so, wie ich wirklich sein möchte?
Welche Seite von mir bekommt momentan zu wenig Raum?
Und dann schau noch einmal auf das Wort in der Mitte.

ICH.

Nicht Mama. Nicht Partnerin. Nicht Berufstätige.

Einfach ICH.

Vielleicht fällt es dir zunächst schwer, dieses ICH unabhängig von deinen Aufgaben zu beschreiben. Das ist in Ordnung. Denn Rollenbewusstsein beginnt nicht damit, sofort Antworten zu haben. Es beginnt damit, die richtigen Fragen zu stellen.

Und wer bist DU?
Vielleicht hast du beim Lesen bemerkt, dass manche Rollen ganz selbstverständlich zu dir gehören. Andere fühlen sich möglicherweise schwer an. Und wieder andere hast du vielleicht so lange übernommen, dass du nie darüber nachgedacht hast, ob du sie überhaupt noch auf diese Weise leben möchtest. Du musst heute nichts verändern. Du musst keine Entscheidung treffen. Vielleicht reicht es für den Anfang, dir selbst wieder ein wenig bewusster zu begegnen. Denn du darfst vieles sein. Liebevoll und bestimmt. Stark und verletzlich. Mutig und unsicher. Verantwortungsbewusst und frei.

Viele Rollen. Ein ICH.

Und dieses ICH verdient es, nicht nur dann gesehen zu werden, wenn alle anderen versorgt sind. Sondern jeden Tag. Auch von dir selbst.

Ein Gedanke zum mitnehmen...
Vielleicht geht es gar nicht darum, weniger Rollen zu haben. Vielleicht geht es darum, bewusster zu erkennen, wer wir in all diesen Rollen sind. Welche wir lieben. Welche wir verändern möchten. Und wie wir lernen können, sie zu leben, ohne unser eigenes ICH aus den Augen zu verlieren. Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass dieser Weg nicht immer leicht ist. Und auch ich muss mich immer wieder daran erinnern. Aber ich glaube daran, dass wir uns selbst immer wieder neu begegnen können. Ganz gleich, wie lange wir uns vielleicht aus den Augen verloren haben. Es ist nie zu spät, das eigene ICH wiederzuentdecken. Und vielleicht beginnt deine Reise genau heute. Mit einem Buch. Einem Stift. Und der ersten ehrlichen Frage an dich selbst.

DU KANNST DAS...

Von Herzen

ESSENTIA – Meine Gedankenwelt

 

Nächsten Montag: Wir schauen genauer hin, wie unsere Rollen eigentlich entstehen, welche wir bewusst gewählt haben und welche Erwartungen wir vielleicht schon seit vielen Jahren mit uns tragen.